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Ich bin so frei!
Es gibt zwei ganz und gar unterschiedliche Möglichkeiten einen Vortrag zu halten (egal ob mit oder ohne Powerpoint): In der ersten Variante ist alles vorbereitet, der komplette Text geschrieben, er wird dann nur noch vorgetragen, abgelesen. Ausnahmslos alle wirklich guten Vortragsredner aber wählen den zweiten Weg: Die freie Rede. Die ist natürlich höllisch schwer. Denken die meisten. Ist aber falsch.
Meine Damen und Herren!!!
Bei den Reden der Politiker, die die ja in den meisten Fällen gar nicht selber schreiben, steht in den Manuskripten in schöner Regelmäßigkeit das hier drin: „Anrede!“ Nein, an der Stelle soll der Redner natürlich nicht das Wort „Anrede“ aussprechen. Er soll das Publikum direkt ansprechen. Aber sollte er das wirklich?
Die Kunst der Kunstpause
Wer nur selten einen Vortrag hält, der neigt dazu, durch diesen Vortrag zu rasen, immer in der Sorge, die geringste Pause berge die Gefahr, den Kontakt zur Zuhörerschaft abreißen zu lassen. Dabei ist in der Regel genau das Gegenteil richtig. Die gut eingesetzte Pause erhöht tatsächlich die Aufmerksamkeit.
Ich fasse mich kurz
Für einen Vortrag ist in der Regel eine bestimmte Länge vereinbart. Daran sollten Sie sich halten. Das weiß natürlich auch jeder. Viele schert es trotzdem nicht. Andere signalisieren gleich zu Beginn, dass sie sich kurz fassen wollen. Damit sollten Sie allerdings vorsichtig sein.
Noch eine Powerpoint-Falle
Es gibt viele Fehler, die man bei der Nutzung von Powerpoint bei einem Vortrag machen kann. Einer ist dieser hier: Zu meinen, ein Satz Folien sei schon ein Vortrag.
Mikrofone
Die meisten Menschen bilden sich ein, über eine durchdringende Stimme zu verfügen. Aber schon bei mehr als 20 Zuhörern im Saal gibt es oft akustische Probleme. Tatsächlich empfiehlt es sich, bei einem Vortrag nach Möglichkeit ein Mikrofon zu benutzen. Aber welches?
Innerlich und äußerlich
Sicher, die inneren Werte sind ganz was Feines. Auch beim Vortrag. Denn natürlich kommt es dabei auf die Inhalte an. Auf ein paar Äußerlichkeiten allerdings auch.
Mensch sein!
Zu einem Vortrag werden Sie gebeten, weil Sie in Ihrem Fachgebiet Experte sind. Die Zuhörer aber interessieren sich nicht nur für den Experten, die interessieren sich auch für den Menschen. Und deswegen sollten Sie bei einem Vortrag immer auch das sein: Mensch.
Hilfe - ich hänge!
Viele Menschen brauchen eigentlich gar keinen ausformulierten Text, um einen Vortrag zu halten. Sie haben ihr Thema auch so drauf. Und trotzdem schreiben sie sich alles auf. Warum? Um sich daran festhalten zu können. Denn vor nichts fürchten wir uns bei einem Vortrag mehr als vor einem Hänger.
Freiheit für den Vortragenden
Keine Frage, die meisten von uns sind auf einer großen Bühne verunsichert und deswegen heilfroh, sich an einem Rednerpult und am Manuskript festhalten zu können. Wenn Sie aber frei sprechen wollen und können, dann sollten Sie das auch richtig machen.
Die Powerpoint-Falle
Kaum ein Vortrag kommt heute noch ohne Powerpoint aus. Das ist der Standard. Aber in der Mehrzahl der Fälle ist das ein ganz schlechter Standard. Deswegen halten Sie Powerpoint nicht für die Pflicht. Und wenn es denn doch eine Pflicht ist, dann machen Sie daraus eine Kür.
Warum sind die Leute da?
Es gibt unterschiedliche Gründe, zu einer Veranstaltung zu kommen, sich einen Vortrag anzuhören. Natürlich können Sie nicht jeden Zuhörer vorher nach seiner Motivation fragen. Aber Sie können sich vorab überlegen, warum wohl die Mehrheit der Menschen kommt. Das sollten Sie auch. Denn davon hängt ab, wie Sie Ihren Vortrag gestalten und ob er gelingt.
Zitate sind Angeberei
Mit einem Vortrag wollen wir beeindrucken. Und das mit allen Mitteln. Gerne auch mit beeindruckenden Zitaten berühmter Leute. Aber beeindruckt das wirklich?
Nicht immer nur volle Power
Wenn wir vortragen, dann wollen wir wichtige Dinge sagen. Und dann sollten wir natürlich auch wichtige Dinge sagen. Aber ganz schlimm wäre es, wenn wir nur wichtige Dinge sagen würden. Warum?
Das Wir-Gefühl
Bei einem Vortrag stehen Sie und die anderen sitzen. Meist stehen Sie sogar vorne und die anderen sitzen hinten. Ja häufig stehen Sie sogar noch oben auf der Bühne und die anderen hocken zu Ihren Füßen. Das trennt. Und das ist nicht gut. Eben deswegen müssen Sie als Vortragende dafür sorgen, dass zusammen wächst, was zusammen gehört.
Was will ich erreichen?
Vorträge haben ein Thema. Und zu dem Thema wird im Idealfall auch eine Menge gesagt. Informationen werden präsentiert. Forschungsstände analysiert. Entwicklungen erläutert. Alles prima. Aber eine Sache wird ganz häufig vergessen: Vorträge haben nicht nur ein Thema. Sie müssen auch ein Ziel haben.
Ich - und warum ich das Wort benutzen sollte
Man kann das gar nicht oft genug sagen, dass man doch eigentlich wissen müsste, dass man das Wort „man“ dann vielleicht doch besser nur in begründeten Ausnahmefällen benutzen sollte, weil man sonst ganz und gar von dem ablenkt, der da eigentlich redet, nämlich nicht man, sondern ich.
Achtung - Fertig - Los!
Bei jedem größeren Vortrag werden Sie angekündigt. Und dann erheben Sie sich von Ihrem Platz. Und dann müssen Sie sich beeilen. Warum?
Die bösen Handys
Es passiert immer wieder. Gerne übrigens auch im klassischen Konzert oder in der Oper. Gerade ist ein ganz leiser Moment, die Andächtigkeit des Publikums kennt keine Grenzen. Und mitten in diese Stille hinein trötet ein Handy. Das gibt es nicht nur im Konzert. Das gibt es bei jeder Veranstaltung. Gerne auch mitten in Ihrem Vortrag. Und dann?
Wann bin ich eigentlich dran?
Bei einem Vortrag müssen Sie auf viele Dinge achten. Nicht nur auf den Inhalt. Nicht nur auf die Rhetorik. Nicht nur auf das Auftreten. Nein, Sie müssen auch auf die Rahmenbedingungen achten. Und genau dazu gehört diese Frage: Wann bin ich eigentlich dran?
Wie gestalte ich mein Redemanuskript?
Mancher mag das für eine merkwürdige Frage halten. Ich schreibe einen Vortrag. Und dann drucke ich ihn aus. Und dann nehme ich ihn mit. Und dann trage ich ihn vor. Vorausgesetzt natürlich, ich kann am Rednerpult das, was ich ausgedruckt habe, auch tatsächlich noch lesen. Hier geht es um Handwerk. Und Handwerk ist für Mundwerk eine ganz wichtige Voraussetzung.
Wer sind eigentlich meine Zuhörer?
Viele von Ihnen werden so eine Art Standardvortrag im Schreibtisch oder auf der Festplatte haben. Einen für alle Fälle. Einen, der alles irgendwie sagt. Einen, der die Schwerpunkte Ihrer Arbeit umfassend darstellt. Einen, den Sie schon dutzendfach gehalten haben. Und genau da ist Vorsicht angebracht.
Aller Anfang ist wichtig
Das kennen Sie selber. Sie sitzen im Saal. Ein Vortragsredner wird angekündigt. Er betritt die Bühne. Geht ans Podium. Zupft seine Krawatte in Position. Klopf einmal vorsichtig mit dem Finger gegen das Mikrofon, um zu testen, ob es auch wirklich funktioniert. Räuspert sich. Nimmt einen Schluck Wasser. Räuspert sich noch einmal. Holt tief Luft. Und hat schon verloren.
Wie lang ist eine Minute?
Ja, sicher. Eine Minute ist eine Minute. Und die hat 60 Sekunden. Aber wenn Sie einen Vortrag schreiben, dann wollen und können Sie zwischendurch ja nicht ständig das Geschriebene testweise vortragen, nur um zu sehen, ob Sie sich auch noch im Zeitrahmen befinden. Wie lang also ist eine Minute?
Pointen sind gut
Nein, es geht nicht darum, dass Sie als Vortragsredner zum Kabarettisten mutieren sollen. Jedenfalls dann nicht, wenn Sie sich nicht zum Kabarettisten eignen. Und wer tut das schon? Aber Pointen lockern einen Vortrag auf. Sie fesseln das Publikum. Sie fördern die Konzentration Ihrer Zuhörer. Und Sie helfen damit auch den etwas trockeneren Passagen Ihres Vortrages. Hier ein Beispiel.
Zeit macht nur vor dem Teufel halt
Ja, Sie haben eine Menge zu sagen. Denn Sie kennen sich ja aus. Das wollen Sie bei einem Vortrag unter Beweis stellen. Und das kann dauern. Das darf aber nicht dauern. Denn kaum etwas ist schlimmer, als die Zeit massiv zu überziehen.
Tipps und Tricks
Hier finden Sie praktische Tipps zu allen wichtigen Bereichen der Arbeit in der Öffentlichkeit und mit der Öffentlichkeit.








