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29.05.2013
Wahlkrampf
Öffentlichkeitsarbeit heißt Öffentlichkeitsarbeit, weil sie denjenigen, der die Öffentlichkeit erreichen will, eben dabei hilft. Insofern sind Politiker geborene Öffentlichkeitsarbeiter. Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden. Es sei denn natürlich, die Sache wird so schrecklich übertrieben, wie es Peer Steinbrück gerade mit der scheibchenweisen Vorstellung seines sogenannten Kompetenzteams tut. Das ist Krampf. Wahlkrampf.
20.02.2013
Lob der Langeweile
Man muss der Frau nur ins Gesicht sehen und schon möchte man gähnen. Angela Merkel. Nicht nur mit ihrem Blick, erst recht natürlich mit ihrer Politik hat sie ein ganzes Land zum Wegnicken gebracht. Das jedenfalls wird ihr häufig vorgeworfen. Was natürlich Quatsch ist. Denn von Angela Merkel kann jeder lernen, der in der Öffentlichkeit agiert.
11.01.2013
Klartext
Das wollen wir doch von unseren Politikern: Sie sollen uns endlich die Wahrheit sagen. Sie sollen nicht dauernd um den heißen Brei herumreden. Sie sollen verdammt nochmal endlich Klartext reden. So erklären wir vom Wahlvolk das in jeder Umfrage. Peer Steinbrück muss gerade lernen, dass wir das nicht wirklich so meinen.
13.12.2012
Papst Twitter I.
Ein Unternehmen muss kommunizieren. Und es muss dabei die ganze Palette der modernen Kommunikationsmöglichkeiten nutzen. Die Katholische Kirche ist (unter anderem) ein Weltkonzern. Klar, dass da auch der Chef Öffentlichkeitsarbeit machen muss. Aber muss er wirklich auch twittern?
01.11.2012
So ja nun nicht
Das versteht sich von selbst, dass Journalisten Sie und Sie und Sie auch nicht immer glücklich machen. Dazu sind die auch gar nicht da. Nicht einmal bei der CSU. Da könnten Sie sich natürlich jetzt beschweren oder drohen oder maulen. Sollten Sie aber nicht. Denn: Von der CSU lernen heißt, nee, nicht siegen lernen, aber vielleicht ja, Dummheiten verhindern lernen.
09.10.2012
Eiertanz
Es gibt viele Tänze, die sehen richtig prima aus. Vorausgesetzt natürlich, man kann tanzen. Und dann gibt es einen Tanz, den kann keiner vernünftig tanzen. Den Eiertanz. Bei dem sieht jeder schrecklich aus. Das kann man gerade prima bei Peer Steinbrück beobachten.
04.09.2012
Niemand ist perfekt
Davon träumt man natürlich in der Öffentlichkeit: In einer schwierigen Situation alles richtig zu machen. Richtig zu entscheiden. Und dann die richtige Entscheidung nach richtig und verständlich und von allen akzeptiert nach draußen zu kommunizieren. Aber es gibt eben Fälle, in denen das ganz offensichtlich nicht geht. Der des 1.FC Köln und seines Spielers Kevin Pezzoni ist so ein Fall.
23.07.2012
Gut gerüstet
Der Spruch ist alt und altbekannt. Aber er gilt noch immer: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Bei Kommunikation denken viele Menschen zunächst einmal an die tausend Worte. Dabei besteht Kommunikation, gerade auch die im öffentlichen Raum, in der öffentlichen Auseinandersetzung aus viel mehr als nur aus Worten. Bei mir in der Nachbarschaft gibt es dafür gerade ein gutes Beispiel.
30.05.2012
Abgeräumt
Das ist bekanntlich der klassische Satz der Kommunikationswissenschaften und er stammt von Paul Watzlawick. Dieser hier: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Genau daran musste ich die Tage bei einem längeren Hotelaufenthalt denken. Da gab es nämlich gute und schlechte Beispiele für Kommunikation mit der Kundschaft.
04.05.2012
Keine Idee
Gerade sitze ich hier vor der Kiste und denke, dass ich doch dringend mal wieder was in mein Notizbuch schreiben müsste. Schon zwei Wochen nix verfasst. So kann das nicht weitergehen. Aber die Wahrheit ist: Mir fällt partout nichts ein. Und genau das könnte ja vielleicht eine Idee und ein Thema sein.
19.04.2012
Herzlichen Glückwunsch!
Eigentlich habe ich ja erst morgen Geburtstag. Aber schon heute habe ich die ersten Glückwünsche erhalten. Und ich hab mich wie immer richtig geärgert. Nicht etwa wegen der übertriebenen Eile, sondern weil immer mehr Unternehmen mir gratulieren und meinen Geburtstag offenbar als Teil Ihres Geschäft sehen. Gaaaanz schlechte Öffentlichkeitsarbeit!
04.04.2012
Die Hannelore
In der Politik geht es um Macht und um Inhalte und um Strategien. Aber obendrein geht es natürlich immer auch um Personen und darum, wie die sich in der Öffentlichkeit präsentieren. Die Hannelore macht das ziemlich clever.
26.03.2012
Verstand über Bord
In diesem Notizbuch beschäftige ich mich ja mit Kommunikation in der Öffentlichkeit. Ich versuche zu erklären, wie man es macht und wie man es nicht machen sollte. Hier ein Tipp. Da ein Ratschlag. Aber manchmal bin ich selber völlig ratlos. Etwa, wenn es um die Piratenpartei geht, die jetzt auch in den saarländischen Landtag einzieht. Die macht alles falsch. Und genau das ist derzeit offenbar richtig.
20.03.2012
Röttgen ratlos
Der Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen hat noch gar nicht richtig begonnen, da ist CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen schon dabei, die Sache zu vergeigen. Nicht etwa mit seiner Entscheidung, sich nicht zu entscheiden, ob er auch bei einer Wahlniederlage in den Landtag wechselt, sondern vielmehr mit seinem kompletten Unvermögen, diese Entscheidung vernünftig zu kommunizieren.
08.03.2012
Was ist was?
Gestern hab ich in Neuss eine spannende Veranstaltung zum Thema PR moderiert. Und bei der Gelegenheit habe ich eine tolle Erklärung zum Unterschied zwischen Reklame, Werbung und PR gelernt. Denn in der Tat besteht das ein Unterschied. Und den sollte man kennen.
06.03.2012
Geständnis
Ich muss es einfach loswerden. Auch ich hab schon gewulfft. Für das Auto, das ich fahre, habe ich einen Presserabatt in Anspruch genommen. Diese schicken Sonderkonditionen für uns Journalisten. Meine Bahncard allerdings habe ich voll bezahlt. Obwohl es auf die bisher 50% gab. Künftig nicht mehr. Und das ist auch gut so.
01.03.2012
Dienst nach Vorschrift
Heute ist es mir wieder passiert. Ich stehe erkältet in der Apotheke und bitte um eine Flasche Hustensaft. Der Apotheker klaubt sie aus dem Regal, stellt die Pulle auf den Tresen und stellt die unfassbar einfühlsame Frage: „Wissen Sie, wie man den nimmt?“ An der Stelle könnte ich immer schreien. Denn dieser Dienst nach Vorschrift ist völliger Quatsch.
23.02.2012
Schleudertrauma
Heutzutage geht alles ein wenig schneller als früher. Auch die öffentliche Meinung. Die geht so schnell hin und her, dass man gelegentlich hart am Schleudertrauma ist. Joachim Gauck zum Beispiel war bis Sonntagabend noch einer der Allergrößten im Land. Aber seitdem er für das Amt des Bundespräsidenten nominiert ist, muss er dringend ein wenig verkleinert werden.
07.02.2012
Runderneuert
Heute mal ein Hinweis in eigener Sache. Auf dieser Homepage gibt es ein paar Veränderungen. Und ja, zu denen gehört auch, dass all das, was hier neu eingestellt wird, mit Twitter und Facebook verlinkt wird. Weswegen mancher jetzt schon zum dritten Mal über diese Neuerungen informiert wird. In Zukunft gibt es jede Meldung aber nur noch ein Mal. Versprochen.
27.01.2012
Eigentor
Bei PR geht es immer auch darum, Erwartungshaltungen zu wecken. Da gibt es viele Tricks. Es kann aber auch furchtbar daneben gehen. Dann nämlich, wenn man die Erwartungen, die man mit allen Tricks geweckt hat, am Ende nicht erfüllt. Das ist gerade Bayern München passiert. Der Verein hat ein PR-Eigentor der Extraklasse geschossen.
09.01.2012
Der nette Herr Grube
Ach, das ist schon ein netter Kerl, der Herr Grube von der Bahn. Also der Vorstandschef eines der unbeliebteren Unternehmen in dieser Republik. Man glaubt ja gar nicht, wie nett der ist. An Silvester hat er in einem ICE gekellnert. Jetzt hat er im Bahnhof Hannover auch noch Fahrkarten verkauft. Ist das tolle Öffentlichkeitsarbeit! Oder etwa doch nicht?
04.01.2012
So nicht!
Was ist bloß mit unserem Bundespräsidenten los? Zugegeben, die Frage ist nicht sonderlich originell. Das fragt sich in diesen Tagen schließlich jeder. Und wenn alles vorbei ist, dann wird vielleicht irgendwer ein Lehrbuch schreiben und am Beispiel Christian Wulff erklären, wie man sich in einer Krise ganz sicher nicht verhält. Und wie verkorkst Öffentlichkeitsarbeit sein kann.
08.12.2011
Geschenke
Früher hieß das ja so: „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft!“ Und das hieß nicht nur so, das funktionierte auch so. Für uns Journalisten begann deswegen das Weihnachtsfest schon Wochen vorher und wir konnten uns vor kleinen Aufmerksamkeiten kaum retten. Das hat sich grundlegend geändert. Und das ist auch gut so.
23.11.2011
Innen und außen
Viele glauben, Öffentlichkeitsarbeit diene der Außendarstellung. Sie werde gemacht, damit das eigene Unternehmen, die eigene Organisation eben in der Öffentlichkeit möglichst gut da steht. Sicher, das ist richtig. Aber es ist nur die halbe Wahrheit.
27.10.2011
Kontinuität
Dies ist der erste Eintrag in diesem Notizbuch seit einem Monat. Und so geht das natürlich nicht. Schließlich geht es hier um die Beobachtung von guten und schlechten Beispielen in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. Und dann einen Monat lang nix zu schreiben, das ist natürlich ganz schlechte Öffentlichkeitsarbeit.
27.09.2011
Andere Welt
Nein, das kann man jetzt wirklich nicht sagen, dass Papst Benedikt bei seinem Deutschland-Besuch eine gute Presse gehabt hätte. Aber das ist ihm eben auch vollkommen egal. Das ist eine ganz andere Welt. Und das hat schon auch was.
08.08.2011
Perfekt
Wir leben in einer Welt der Werbung, der Öffentlichkeitsarbeit, der Information, der Kampagnen. Wir tun das so sehr, dass man schon sehr originell sein muss, um mit seiner Botschaft aufzufallen. Der Caritas gelingt das mit ihrer aktuellen Kampagne vorbildlich. „Kein Mensch ist perfekt“ heißt die. Und sie wirklich perfekt.
11.07.2011
Regierungssprecher
Steffen Seibert ist jetzt seit fast einem Jahr Regierungssprecher. In der Aufgabe sagt er eine Menge. Nur zu sagen hat er leider nicht viel. Das ist das Sprecher-Problem. Und das gibt es nicht nur bei der Bundesregierung. Das gibt es überall dort, wo Behörden und Organisationen und Unternehmen nicht richtig geklärt haben, was der Sprecher eigentlich machen soll.
15.06.2011
Ja, aber
Wir alle haben gerne Antworten. Klar, deutliche, unmissverständliche Antworten. Und wenn es um den Umgang mit den Medien geht, dann ist das der Standardratschlag: Geben Sie – wenn es denn irgendwie geht – genau solche Antworten. Aber nicht immer geht das, wie der Fall EHEC zeigt.
24.05.2011
Nix wie hin
Achtung. Diesen Orten gibt es wirklich. Llanfairpwllgwyngyll- gogerychwyrndrobwllland- ysiliogogogoch. Das Kaff liegt in Wales. Und es ist immer mal wieder in den Medien zu finden. Wegen des unfassbaren Namens. Der ist übrigens nichts weiter als ein sehr cleverer Werbetrick.
27.04.2011
Geburtstag
So ein Geburtstag kann heutzutage richtig anstrengend sein. Dann nämlich, wenn jeder, der aus welchen Gründen auch immer, eben diesen Geburtstag kennt, diesen zum Anlass nimmt, einem Glückwünsche zu schicken, in Wirklichkeit aber nur Werbung loswerden will.
08.04.2011
Werbelärm
Ja, darüber ärgern wir uns immer wieder, über diesen ungeheuren Lärm, der gerne in der Werbung veranstaltet wird. Ich hab jetzt aber gerade die umgekehrte Variante erlebt: Lärm, mit dem Werbung gemacht wird.
29.03.2011
Interessante Theorie
So ganz hat sich das Außenstehenden nicht erschlossen, warum der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie in der vergangenen Woche seinen Posten zur Verfügung stellen musste. Aber Werner Schnappauf übernahm die Verantwortung dafür, dass das Protokoll mit den umstrittenen Moratoriumsäußerungen von Wirtschaftsminister Brüderle an die Öffentlichkeit gelangt war. Bei dem Jobverzicht ging es aber womöglich um viel mehr.
15.03.2011
Die (Ohn-)macht der Bilder
Es sind entsetzliche Ereignisse in Japan. Und es sind entsetzliche Bilder, die uns Tag um Tag aufs Neue erreichen. Normalerweise redet man von der Macht der Bilder. Aber derzeit besteht, so denke ich, die Macht der Bilder vor allem darin, uns unserer Ohnmacht bewusst zu werden.
25.02.2011
Guttenberg
Doch, da muss ich auch was zu schreiben. Ist doch klar. Und zwar zu der Frage, wie das eigentlich sein kann, dass in den Medien, von der Guttenberg-Fanpostille Bild mal abgesehen, ziemlich einhellig der Rücktritt des Bundesabschreibungsministers gefordert wird, während die Mehrheit der Bürger ihn weiterhin in ihr Herz geschlossen hat.
15.02.2011
Nichts ist unmöglich
Kennen wir alle, den Spruch. Und sofort stellt sich eine ganze Kette von Assoziationen ein. Der Erfolg von Toyota. Die Werbung mit dem Slogan. Und dann im vergangenen Jahr der rasante Absturz mit zahlreichen Rückrufaktionen. Natürlich begleitet von hämischen Kommentaren unter der Überschrift „Nichts ist unmöglich“. Jetzt aber kriegt der Slogan einmal mehr eine völlig neue Bedeutung.
03.02.2011
Anklage
Ja, auch das gehört zum Beruf des Journalisten: Missstände und die dafür möglicherweise Verantwortlichen anzuklagen. Journalistisch, nicht juristisch. Aber gerne klagen die so Angeklagten dann zurück und das dann sehr wohl juristisch. Nur tun sie sich damit in der Regel keinen Gefallen. Am Beispiel des Gründers des umstrittenen Finanzdienstleisters AWD Carsten Maschmeyer erleben wir das gerade exemplarisch.
27.01.2011
Kleinigkeiten
Sie können gar nicht vorsichtig genug sein, wenn Sie Ihre Botschaft in der Öffentlichkeit vermitteln wollen. Und manchmal sind es Kleinigkeiten, die eine große Wirkung erzielen können. Hab ich erst gestern wieder bei einer Pressekonferenz erlebt.
17.01.2011
Ungeaignert
Das war in der vergangenen Woche eine Schlagzeile der Bild-Zeitung über Ilse Aigner, die ja als Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für sämtliche Aspekte im aktuellen Dioxin-Skandal zuständig ist. Die Frau hat eine ganz schlechte Presse. Und sie ist selber schuld.
10.01.2011
Alles neu
Nein, ist es natürlich nicht. Im neuen Jahr. Aber zumindest ein guter Vorsatz in Sachen Öffentlichkeitsarbeit, der schadet nix. Auch nicht als Vorsatz für das neue Jahr.
22.12.2010
Da bahnt sich was an
Oder aber: Wir verstehen nur Bahnhof. Oder aber: Die Bahn wird aus der Bahn geworfen. Ach, was gibt es für schöne Wortspiele mit der Bahn. Gerade in diesen Tagen, in denen die Bahn mal wieder massiv Prügel kriegt. Da ist es auch egal, ob die Kritik gerechtfertigt ist oder nicht.
13.12.2010
Jetzt mal ehrlich
Unternehmen versprechen in Ihrer PR gerne die dollsten Sachen. Können sie auch ruhig, wenn sie das, was sie da versprechen, anschließend auch halten. Können sie das allerdings nicht, dann geraten sie in Teufels Küche. Das erlebt gerade eine Firma, die der Öffentlichkeit eine dolle Geschichte über eine Sensationsbatterie für Elektroautos verkauft hat.
01.12.2010
Gesicht gewahrt
Die Geschichte hat nun wirklich Unterhaltungswert: Der Otto-Versand wollte die sozialen Netzwerke für seine Werbezwecke nutzen und hat deswegen bei Facebook einen Wettbewerb ausgeschrieben, mit dem das neue Gesicht der dortigen Otto-Fanseite gesucht wurde. Die Sache ging zunächst nach hinten los. Aber Otto kriegte die Kurve.
25.11.2010
Die armen Pressesprecher
Über den Umgang von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit seinem Pressesprecher ist ausführlich berichtet worden. Aber das Problem ist größer: Viele Pressesprecher haben unter ihren Chefs zu leiden.
15.11.2010
Billig
Der Autovermieter Sixt ist berühmt-berüchtigt für seine freche Werbung. Immer wieder tauchen die Gesichter von Prominenten auf, die vorher ganz sicher nicht um ihre Einwilligung gefragt worden sind. Das Ziel ist klar: Die öffentliche Debatte über die Frechheit ist für das Unternehmen kostenlose Werbung. Jetzt gab es einen neuen Coup.
08.11.2010
Recht so?!
Die Justiz ist unabhängig. Das ist gut so. Das wissen wir. Ärgerlich wird es natürlich immer nur dann, wenn unsereins es selber mit der Justiz zu tun kriegt. Und deswegen wird es derzeit offenbar immer populärer, die angeblich doch so unabhängigen Gerichte unter vollem Medieneinsatz gewogen zu stimmen.
21.10.2010
Krawall hilft - aber wem?
Es gibt eine absolut sichere Methode, von den Medien wahrgenommen zu werden. Man muss nur ein wenig Krawall machen. Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer macht das derzeit jede Woche mit einem anderen Thema vor. Aber wem hilft er damit eigentlich?
06.10.2010
Kommunikationskatastrophe
Und nicht nur das: Kommunikationschaos. Kommunikationsversagen. Kommunikationsdesaster. Das sind nur einige der Formulierungen, die in den vergangenen Tagen und Wochen im Zusammenhang mit dem umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 zu hören waren. Und das sind samt und sonders Formulierungen von Befürwortern des Projekts.
28.09.2010
Unparitätisch paritätisch
Jetzt wird wieder heftig gestritten in Sachen Hartz IV. Und es kommen die Experten und Interessenvertreter zu Wort. Einer ist dabei auf allen Kanälen, in allen Blättern. Und das ist er immer, wenn es um soziale Fragen in diesem Land geht. Dr. Ulrich Schneider. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Wie macht der Mann das bloß?
22.09.2010
Die Wahrheit
Vor ein paar Wochen habe ich an dieser Stelle die Uniklinik Mainz für ihre vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit gelobt, nachdem unter bis heute nicht wirklich geklärten Umständen drei schwerkranke Säuglinge in der Klinik ums Leben kamen, die eine offenbar verunreinigte Infusionslösung erhalten hatten. Jetzt hat der Chef der Uni-Klinik ein Interview zu seiner Öffentlichkeitsarbeit gegeben.
17.09.2010
Kurz und knapp
Kürzlich habe ich im WDR-2-Mittagsmagazin den Bonner Politikwissenschaftler Gerd Langguth interviewt. Im Vorgespräch habe ich ihm gesagt, dass wir nur drei Minuten für das Gespräch haben würden. Darauf er: „Also die übliche Variante: Lange Fragen und kurze Antworten.“
07.09.2010
Herr Putin fährt im Hühnerstall Motorrad
Nein, tut er natürlich nicht. Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin fährt mit dem Lada durch Sibirien. Zu PR-Zwecken. Aber es ist genauso peinlich. Und obendrein ein riesengroßer Flop.
03.09.2010
Klar und deutlich
Das Ereignis ist schrecklich. Der Umgang damit vorbildlich. In der Mainzer Uniklinik sind drei Säuglinge gestorben, nachdem sie mit einer offenbar verunreinigten Infusion behandelt worden sind. Für die Klinik hätte das ein Riesenskandal werden können. Übrigens völlig unabhängig von der tatsächlichen Schuldfrage. Ist es aber nicht. Weil die Klinik in der Krise alles richtig gemacht hat.
24.08.2010
Experten
Wir in den Medien reden ständig mit Experten. Zu politischen Fragen. Zu wirtschaftlichen Problemen. Zu sozialen Auseinandersetzungen. Gerne auch zu medizinischen und naturwissenschaftlichen Entwicklungen. Wie gesagt, wir reden mit Experten. Aber wofür sind diese Experten eigentlich Experten?
16.08.2010
Drinnen und draußen
Viele Unternehmen fragen sich immer wieder, was sie bitteschön eigentlich von Öffentlichkeitsarbeit haben. Warum sie die machen sollen. Ob es nicht viel sinnvoller ist, einfach die Klappe zu halten und die Öffentlichkeit nach Möglichkeit zu ignorieren. Das aber ist meist ein Fehler. Nicht nur nach draußen.
10.08.2010
Urlaubspleiten
Nein, es geht hier nicht um meinen verregneten Urlaub in Wales. Es geht um die verhagelten Urlaubsreisen von Prominenten. Die können sich mit dem falschen Urlaubsort nämlich in der Öffentlichkeit eine Menge Ärger einhandeln.
03.08.2010
Öffentlichkeitsarbeiter
Um den Job ist keiner wirklich zu beneiden, um den des Pressesprechers. Ständig droht man zwischen allen Stühlen zu sitzen, es niemandem recht zu machen. Jetzt wurde Regierungssprecher Ulrich Wilhelm verabschiedet. Und der hat das Kunststück fertig gebracht, auf einem undankbaren Posten richtig beliebt zu werden.
27.07.2010
Duisburg
Nein, nach dieser Katastrophe möchte man niemandem verraten, wie er sich am besten in der Öffentlichkeit verhält. Das könnte zu sehr als Tipp dafür missverstanden werden, wie man sich clever heraus laviert. Es reichen die aktuellen Beispiele, wie man sich nicht verhalten sollte.
30.06.2010
Es ist die Pest
Wer – wie BP – eine Ölpest am Hals hat, der wird sie so schnell nicht mehr los. Da nutzen auch alle Formen von kreativer Öffentlichkeitsarbeit nichts mehr.
15.06.2010
So geht das nicht
Die Bundesregierung und die schwarz-gelbe Koalition geben derzeit ein fürchterliches Bild in der Öffentlichkeit ab. „Aufhören!“ titelt der Spiegel. „War’s das?“ fragt die Wirtschaftswoche. Von einer „Chronik des Versagens“ spricht die Süddeutsche Zeitung. Viel Arbeit für die Öffentlichkeitsarbeiter der Regierung. Aber die haben keine Chance.
11.06.2010
Humor und Kommunikation
Nein, die Welt ist häufig nicht wirklich lustig. Und die, die uns ständig erklären wollen, wie lustig alles ist, die können einem schwer auf die Nerven gehen. Aber Humor ist etwas ganz anderes. Der kann wichtig sein. Gerade in der Kommunikation. Hier ein ganz besonderes Beispiel.
02.06.2010
Eine Frage der Wahrnehmung
Die Deutsche Bank ist sehr erfolgreich. Und ihr Chef Josef Ackermann hat in der breiten Öffentlichkeit einen verheerenden Ruf. Trotzdem ist der Kommunikationschef der Bank jetzt zum „PR-Manager des Jahres“ gekürt worden. Wie bitte?
28.05.2010
Gesten
Beim Thema Kommunikation geht es natürlich immer wieder um Worte, um Sätze, um Aussagen, um das, was wir sagen. Aber eben nicht nur. Manchmal können wir auch mit einer Geste etwas sagen. Jürgen Rüttgers hat das jetzt versucht, als er zu den Sondierungsgesprächen mit Hannelore Kraft in Sachen NRW-Regierungsbildung gefahren ist.
26.05.2010
Überraschung
Klar, im Nachhinein haben es natürlich mal wieder alle gewusst. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat keine wirkliche Zukunft in der Politik. Der musste was tun. Und jetzt hat er ja auch seinen Abschied angekündigt. Tatsächlich aber hat es kaum einer gewusst. Die Entscheidung ist eine ziemliche Überraschung. Und solche Überraschungen können wichtig sein.
12.05.2010
Die Wahrheit, die reine...
Das gehört zu Grundempfehlungen für jede gute Kommunikation in der Öffentlichkeit: Sagen Sie die Wahrheit! Wenn es denn irgend geht: Immer die Wahrheit! Nur leider wird auf die Empfehlung eher selten gehört. Vor allem Politiker haben schweres Ohrensausen.
04.05.2010
Kevin allein zu Hause
Nein, hier geht es nicht um Fußball. Hier geht es um Kommunikation. Aber was wäre Fußball ohne Kommunikation? Und wie schwer muss die Aufgabe von Bundestrainer Joachim Löw gewesen sein, seine Entscheidung, Kevin Kuranyi nicht mit zur Fußball-WM zu nehmen, so zu begründen, dass Fußball-Deutschland keinen Aufstand macht?
29.04.2010
Schweigelübde
Wer in der Öffentlichkeit steht, der muss auch mit ihr kommunizieren. Und das heißt in der Regel auch, der muss mit uns Journalisten sprechen. Anders geht das auf Dauer nicht gut. Aber es gibt auch ein Gegenbeispiel. Ein sehr erfolgreiches Gegenbeispiel: Apple.
26.04.2010
Westerwelle dichtet
Keine Frage, es gibt beliebtere Politiker als Guido Westerwelle. Aber in Medienfragen ist der Mann ein Profi. Deswegen weiß er auch, dass es derzeit nicht wirklich gut steht um seine Partei. Er weiß sogar, dass er dafür zentral verantwortlich ist. Und er weiß, dass die Medien nur darauf warten, mögliche Konkurrenten in der FDP hochzuschreiben. Und weil er das weiß, weiß er auch, wie man damit umgeht.
16.04.2010
Zum Lesen verurteilt
Schöne Geschichte heute in der Süddeutschen. Ein Jugendrichter in Fulda verzweifelt an seiner Kundschaft. Arbeitsstunden als Strafe? Das zeigt wenig Wirkung. Und dann hat der Mann eine Idee.
13.04.2010
Die Google-Kirche
Franz-Josef Overbeck ist der Ruhrbischof. Und er ist Jahrgang 1964. Das heißt, er ist mit dem Computer aufgewachsen. Und heute hat er in der FAZ erzählt, dass er von Zeit zu Zeit gerne auch das macht, was viele von uns inzwischen machen, er googelt seinen eigenen Namen. Und nicht nur das.
06.04.2010
Gluckgluck
Kommunikation kennt viele Wege. Und viele Tricks. Und viele Varianten, um unser Verhalten zu beeinflussen. Zum Beispiel neigen wir alle gerne zum Mittelweg. Das aber ist bekannt. Und es kann clever ausgenutzt werden.
29.03.2010
Von Angesicht zu Angesicht
So ein paar Grundregeln, sollte man jedenfalls meinen, die gelten immer. Die werden sich nicht ändern. Auf die können wir uns verlassen. Auch in Sachen Kommunikation. Zum Beispiel diese hier: Am besten kommuniziert es sich von Angesicht zu Angesicht. Aber selbst das scheint sich zu ändern.
23.03.2010
Formulare, Formulare
Wie geht dieser alte Spruch? „Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare, Formulare!“ Nun sind ja auch Formulare eine Form von Kommunikation. Jemand will was ganz genau wissen. Und ich soll es ganz genau beantworten. Aber eben das kann ganz schön schief gehen.
18.03.2010
Krawallbrüder
In der Öffentlichkeit will man gehört werden. Erst recht dann, wenn man Politiker ist. Um gehört zu werden, muss man sich Gehör verschaffen. Und je lauter das Rumoren ist, desto lauter muss der Löwe brüllen. Scheinen zumindest manche Politiker zu denken.
15.03.2010
Doofe Fragen
Ja, Journalisten stellen nicht nur kluge Fragen. Manchmal stellen sie auch doofe Fragen. Gelegentlich auch nervige. Gerade dann, wenn es um das Privatleben geht. Aber auch auf doofe Fragen gibt es richtig kluge Antworten.
10.03.2010
Wortwörtlich
Deutsche Sprache – schwere Sprache? Ach was! Vor allem ist es eine schöne Sprache. Und obendrein eine, in der es besonders einfach ist, immer wieder neue Wörter zu erfinden. Wörter zu prägen. Wörter, die es dann vielleicht irgendwann in den Duden schaffen.
01.03.2010
Ein sehr blauer Anzug
Es gibt viele Möglichkeiten, um Aufmerksamkeit zu erregen. Aber gerade eben habe ich eine kennen gelernt, die wirklich nicht alltäglich ist. Ich habe den Radverkehrskongress 2010 der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW moderiert. Dort trat auch der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer auf. In einem unglaublich blauen Anzug.
27.02.2010
Und raus bist Du!
George Clooney spielt in den dem hoch gelobten Film „Up in the air“ einen Outplacement-Berater. Zu Deutsch: Einen Kündigungsberater. Einen, der die Drecksarbeit macht, wenn es an Rauschmisse geht. In der Süddeutschen Zeitung gibt es heute dazu ein Interview mit einer Frau, die das nicht im Film macht, sondern im richtigen Leben.
24.02.2010
Hut ab
Das gibt es nicht alle Tage. Ruckzuck hat die bisherige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann alle ihre Ämter niedergelegt. Mit einer solchen Konsequenz handeln Prominente sonst selten.
24.02.2010
„Wer unter Euch ohne Alkohol ist…“
Die Bischöfin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Margot KäKäßmann hat es schwer erwischt. Beziehungsweise: Sie ist schwer erwischt worden. Als sie volltrunken eine rote Ampel überfuhr. Und jetzt ist sie damit ganz dick in den Medien. Nüchtern betrachtet: Sie hat ein Problem.
19.02.2010
Denglisch
Bleiben wir noch ein wenig beim Englisch und beim Deutsch. Auch in meinem Radio-Alltag wimmelt es von englischen Begriffen.
16.02.2010
"Sänk ju vor träwelling"
Das war ein sehr erfolgreiches Buch über den Ärger mit der deutschen Bahn. Wobei es sich, anders als der Titel vermuten lässt, nur am Rande mit den Englisch-Kenntnissen bei der Bahn beschäftigt. Aber genau die nerven immer mehr. Jetzt reagiert die Bahn.
08.02.2010
Und tschüss!
Der weltweit erfolgreiche deutsche Software-Konzern SAP kriegt schon wieder einen neuen Chef. Jetzt sogar wieder zwei. Der alte hat sich nicht lange gehalten. Leo Apotheker hatte ein Problem.
06.02.2010
Nichts ist noch unmöglicher
Doch, wahrscheinlich ist manches noch unmöglicher. Ist halt nur ein Wortspiel, weil wir uns ein weiteres Mal mit Toyota beschäftigen müssen. Und mit seiner Öffentlichkeitsarbeit.
03.02.2010
Schweigen ist Silber
Ich weiß, eigentlich der Spruch genau andersrum. Reden ist Silber. Schweigen ist Gold. Aber gilt das wirklich auch dann, wenn man in der Öffentlichkeit steht? Und wenn man gerade Ärger hat? Schweren Ärger. So wie die nordrhein-westfälische Landtagspräsidentin Regina van Dinther.
30.01.2010
Der Facebook-Schock
Die Welt ist heutzutage ein einziger Kontakthof. Und wer draußen steht, der fragt sich ständig, ob er nicht auch dabei sein muss. Geht mir genauso. „Ich? Facebook? Niemals!“ So habe ich das bis jetzt gesehen. Aber dann habe ich mich doch breitschlagen lassen. Kost ja nix. Jedenfalls kein Geld. Und jetzt komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus.
28.01.2010
Nichts ist unmöglich
Ein Konzern braucht einen Slogan. Der muss eingängig sein. Der muss originell sein. Der muss langlebig sein. Der Toyota-Slogan „Nichts ist unmöglich“ ist so einer. Und jetzt rächt er sich.
23.01.2010
Ein Wunder ist geschehen
Doch tatsächlich, es ist ein Wunder geschehen. Anton Schlecker kann sprechen. Und daran gab es in der Vergangenheit begründete Zweifel.
21.01.2010
Durch dick und dünn
Ganz heikle Geschichte. Die Menschen werden im Schnitt immer dicker. Und das schafft immer mehr Probleme. Übrigens auch Kommunikationsprobleme.
14.01.2010
Spitzenkräfte und Spitzenredner
Hab gestern einen internationalen Architektur-Kongress in Essen moderiert. Im Saal 1.000 Architekten, Ingenieure, Experten. Auf der Bühne ein paar echte Stars der Szene.
09.01.2010
Die Deutsch-Behörde gegen Behörden-Deutsch
Heute in der Süddeutschen: In Speyer gibt es das Deutsche Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung. Das macht eine Menge. Aber es macht eine Sache, die richtig spannend ist.
Info und Aktuelles
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