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Mein Notizbuch

04.05.2012

Keine Idee

Gerade sitze ich hier vor der Kiste und denke, dass ich doch dringend mal wieder was in mein Notizbuch schreiben müsste. Schon zwei Wochen nix verfasst. So kann das nicht weitergehen. Aber die Wahrheit ist: Mir fällt partout nichts ein. Und genau das könnte ja vielleicht eine Idee und ein Thema sein.

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Social Media


Glossen

Das Leben ist ernst, also es ist ernsthaft ohne ein Augenzwinkern häufig nicht wirklich zu ertragen.

Deswegen zwinkere ich gerne. Im richtigen Leben und auch auf Papier. Vorzugsweise auf Zeitungspapier. Seit vielen, vielen Jahren schreibe ich in der Wochenend-Beilage der Westfalenpost eine Reihe unter der Überschrift „Laute Post“. Das ist, na klar, das Gegenteil von Stille Post.

Und die Post, die kann fast jeder kriegen. Sie hier auch. Jedenfalls ein paar Beispiele für meine Glossen.

Liebe Wähler,

das kennen wir alle: Wer die Wahl hat, der hat die Qual. Das ging mir neulich durch den Kopf, als ich ein simples Brot kaufen wollte. Früher gab es ein Graubrot und gelegentlich auch noch ein Paderborner und ab und an sogar ein Weiß- und ein Schwarzbrot. Damit hatte es sich dann aber.

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Liebe Mathe-Lehrer,

neulich habe ich in einem Kiosk eingekauft. Eine Zeitschrift und ein paar Schokoriegel. Die Zeitschrift kostete 3,80 Euro. Inklusive Schokoriegel, das sagte die Kasse, sollte ich 7,20 Euro bezahlen. Ja, gut, ich gebe es zu, es waren etliche Schokoriegel. Und genau in dem Moment, in dem die Kasse schon aufstand, habe ich auch noch Kaugummis für 1,15 Euro dazu gepackt.

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Liebe Service-Fachkräfte,

heutzutage sitzt Ihr ja vorzugsweise am Telefon. Und zwar an der Hotline in einem Call-Center. Das ist schon deswegen sehr passend, weil ich meistens dann zum Hotline-Telefon greifen muss, wenn mit meinem Telefon etwas nicht klappt. Oder mit meinem Internet.

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Liebe Millionäre,

das hört man ja immer wieder, dass Geld nicht glücklich macht. Deswegen bedauere ich Euch auch wirklich. Die ganze Asche und dann womöglich am Ende trotzdem noch unglücklich, weil der neue Ferrari einen Kratzer auf der Innenseite der Motorhaube hat. Ohne Frage ein ganz, ganz hartes Schicksal.

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Liebe Apotheker,

den Satz kennen wir ja alle aus der Werbung: „Zurisunibfragsieihnaztapteker.“ Der wird immer so schnell ausgesprochen, dass ihn kein Mensch verstehen kann. Deswegen ist bestimmt irgendwann die Regelung eingeführt worden, dass er obendrein auch als Schriftzug eingeblendet werden muss: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“

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